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Die Wichtigsten ...

... hinter der Kamera:

* 'Beat' Takeshi: In Japan längst ein Kultstar, seit einigen Jahren auch hierzulande in Fan-Kreisen bekannt und dank des Kinostarts von 'Hanna Bi' und 'Violent Cop' und 'Sonatine' endlich auch in Deutschland weitreichender bekannt. Taskeshi macht seinem Spitznamen in zuvor genannten Werken meist alle Ehre, ist Regisseur und (Haupt-)Darsteller einiger der brilliantesten Yakuza-Filme, die es gibt. Absolutes Pflichtprogram!

*Jackie Chan: Natürlich hauptsächlich vor der Kamera bekannt, aber Jackie inszenierte viele seiner Filme selbst und auch die anderen tragen deutlich seine Handschrift. Seine Stunts haben ihm schon diverse Knochenbrüche und dem Kino einige der spektakulärsten Momente eingebracht.

*Chang Cheh: Regisseur von knapp 100 (!) Filmen. Fast alle heute namhaft bekannten Regisseure und auch noch viele Darsteller haben unter dem von den 60er bis in die 80er Jahren für die Shaw-Brothers-Studios tätigen Veteranen gelernt, dessen bessere Martial-Arts Epen (z.B. 'New One armed Swordsman' oder 'The Duel') in vielerlei Hinsicht auch Vorbild für das moderne HK-Kino sind. Cheh war aber auch nach dem Schließen der Shaw Brothers Studios noch aktiv (z.B. 'Slaughter in Xian').


*Tsui Hark Immeraktives Allroundtalent, daß nicht nur fast alle wegweisenden Filme des neuen HK-Kinos ('A better Tomorrow', 'A Chinese Ghost Story', 'One upon a Time in China') produziert hat, sondern auch regelmäßig selbst inszeniert ('Once upon a Time in China I-III', 'Chinese Feast' ...). Haben wir ihm alles zu verdanken. Leider hat auch er in den USA sein Glück mit VanDamme versuchen müssen - sein Film 'Double Team' hat da - an den Kassen zumindest - böse versagt und ist - an Tsui Harks Standart gemesen auch eine Enttäschung. Um so erstaunlicher, daß er es im Anschluß gleich wieder mit dem Belgier versucht hat. Doch immerhin, "Knock Off",in Hongkong auf bewährtem Terrain inszeniert, ist zwar für den Belgier in schauspielerischer Hinsicht eher ein Rückschritt (ja, so was gibt es auch bei VanDamme noch), der Film als solches aber bietet rasante Action nonstop und macht einfach Spaß!

*Samo Hung: Eher als Schauspieler bekannt, doch Samo inszenierte nicht wenige Filme - darunter auch die Klassiker 'Eastern Condors' & 'Pedicab Driver' selbst. Der letzte Jackie Chan 'Mr Nice Guy' ist ebenfalls von ihm - was bedeutet, daß auch Samo zumindest einen Fuß schon in den USA hat. Inzwischen hat er dank der Serie "Martial Law" natürlich schon beide Füße im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

*Wong Jing: Allroundtalent, inszeniert Top-Unterhaltung wie 'God of Gamblers' & 'The Last Blood', aber auch Cat.III-Klassiker wie 'Naked Killer' & 'Raped by an Angel', letztere auch von seiner Werkstatt 'Wong Jing's Workshop' produziert. Zu seinen neueren Werken gehören "Raped by an Angel 4", "Her Name is Cat" und "Cheap Killers". Oft ist bei ihm der Schritt zum Groschenheft-Niveau allerdings nicht sehr weit und Freunden ernster Filmkunst dürfte der Großteil seines Werkes eher ein Dorn im Auge sein!

*Wong Kar-Wai: Dank Tarantino's Promotion für 'Chungking Express' nun einer der wenigen in Europa und den USA bekannten und gefragten HK-Regisseure. Seine Außenseiter-Geschichten über das Leben, Liebe & Leiden werden im hektischer ('Fallen Angels'), mit Filmen wie 'As Tears go by' oder 'Ashes of Time' sind im jedoch ohne Zweifel brilliante Werke gelungen.

*Ringo Lam: Inzwischen in die USA abgewanderte, oft in einem Atemzug mit John Woo genannte Regie-Größe des Action Kinos. Ein etwas unglücklicher Vergleich: denn abgesehen vom reißerischen 'Full Contact' versuchen seine Filme eine etwas realistischere Schil- derung (z.B. 'Wild Search', 'City on Fire', 'Prison on Fire') und sind dementsprechend weit weniger spektakulär - was wiederum seinen eigenen Reiz haben kann. Sein ÛS-Debüt 'Maximum Risk' mit Van Damme enttäschte die Erwartungen, stellt aber immerhin einen recht soliden Action-Thriller dar. Inzwischen ist er wieder in HK aktiv ("Full Alert", "The Suspect", "The Victim") und reiht sich dort wieder in die erste Garde der Regisseure ein.

* Patrick Leung: Viel kenne ich noch nicht von ihm, aber "Somebody up there likes me" und "Beyond Hypothermia" gehören zweifelsohne zu den interessantesten Hongkong-Filmen 1996, weshalb man auf seine nächsten Werke mehr als gespannt sein kann.

*Kirk Wong: Regisseur realistischerer Action ('The Club', 'True Colors', 'Crime Story'), die immer mehr Schliff bekommt ('Organized Crime & Triad Bureau, 'Rock'n Roll Cop'). Daß sein US-Debut "The Big Hit" eine mitunter halbgare Mischung aus Bloodshed und Comedy ist, liegt vermutlich am Drehbuch. Der Auftakt des Films sowie kleinere Highlights zwischendurch lassen erahnen, was der Mann aus einem stimmigen Buch gemacht hätte.

*John Woo: Inzwischen nach USA gewanderter Action-Guru, der nach anfänglich gar nicht so außergewöhnlichen Werken mit 'A better Tomorrow', dem HK-Actionfilm eine neue Dimension verlieh.. Auf sein Konto gehen zweifelslos einige der bislang besten Action-Filme überhaupt. Und mit "Face off" hat er seinen bislang besten US-Film hingelegt, der auch in Deutschland ein großer Erfolg war. Danach hat Woo für das US-Fernsehen 'Black Jack'mit Dolph Lundgren inszeniert, der leider unter den selben Schwächen wie die meisten TV-Produktionen leidet. Im Mai 2000 startet "Mission Impossible 2", den Woo mit Tom Cruise großteils in Australien gedreht hat.

*Ronny Yu: inszenierte mit 'The Bride with the white Hair' (1+2) und 'The Phantom Lover' ebenso bildgewaltige wie aufrührende Dramen. Hat in den USA zuerst einen FantasyFilm mit kickboxenden Kängaruhs gedreht (kein Kommentar) und dann mit "Bride of Chucky" zum Glück doch einen gelungenen zweiten Einstand gefeiert.

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