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| * TAI CHI (TAI CHI): Aus ehemaligen Freunden werden erbitterte Feinde, als
einer von ihnen sich um der Macht willen in den Dienst der Regierung stellt. Perfekter
Eastern mit Jet Li und Michelle Yeoh. Die deutsche Videofassung hat ein paar Schnitte, bei
PRO7 lief bereits eine ungeschnittene Fassung(1993) |
| * TAI CHI II: Der kampferprobte Sprößling eines Tai Chi-Meisters
verleibt sich in die Tochter (Christy Chung) des Oberkommandierenden der (ziemlich
verwahrlosten) Armee und zieht sich so den Zorn des seit Geburt ihr zugesprochenen
Ehemanns auf sich. Der wiederum hilft mit seinem Bruder den Ausländern beim Opiumhandel,
der bald vom jungen Tai Chi Meister erheblich gestört wird. Nun, so gut wie sein
Vorgänger ist der Film sicherlich nicht, aber er bietet überwiegend heitere Unterhaltung
und ein ausgedehntes Finale, in dem es dann noch richtig zur Sache geht. (1996) |
* TAKING MANHATTEN (Taking Manhatten): In den USA gedrehtes Actionspektakel um einen
Under-Cover-Cop im Waffenhändler-Milieu. Unterhaltsamer Durchschnitt.
* TASTE OF KILLING AND ROMANCE, A: Andy Lau als Nr.1-Killer, der sich unwissentlich in
eine ebenfalls für seine Auftraggeberin arbeitende Nachwuchs-Killerin verliebt. Ein
perfekt gestylter Killer-Reißer, bei dem man sich eigentlich nur ein bißchen mehr
Emotionalität wünschen würde. Die HK-Fassung scheint etwas gekürzt. (1994)
* TAXI HUNTER: Nachdem die Taxifahrer Hongkongs ihm übel mitgespielt haben, sinnt ein an
für sich friedlicher Durchschnittsbürger (Anthonny Wong) auf Rache an selbigen . Ein gut
gespieltes, recht düsteres Drama mit ironischen Untertönen.
* TETSUO - THE IRON MAN: Ein Mann mutiert nach und nach zu einer Mischung aus Mensch und
Metal. Ein völlig abgedrehter, in teils faszinierenden, teils abstoßenden s/w-Bildern
gedrehter Alptraum, der in Worten schwer wiederzugeben ist. Für Freunde experimentellen
Kinos ein durchaus empfehlenswerter Live-Manga.
* TETSUO II - BODYHAMMER: Eine diesmal in Farbe gedrehte Weiterentwicklung der Geschichte,
absurd, faszinierend und eckelerregend zugleich. Ein Unikum, das man entweder schätzt
oder haßt.
* THEFT UNDER THE SUN: Obwohl sich ein Undercover-Cop (Cheung Chi-lam) in die Gang eines idealistischen Waffenschiebers (Michael Wong) geschmuggelt hat, gelingt diesem nach einem mißlungenen Übergriff der HK-Polizei die Fluch. Über die wahre Identität seines vermeintlichen Partners noch immer im Unklaren, nimmt der Gangster den Cop als einzigen Partner mit auf seine Flucht in die Mongolei, wo ein raketenbestückter LKW darauf wartet, für einen Millionenbetrag den Besitzer zu wechseln. Dafür jedoch gilt es die Fracht zurück nach Hongkong zu schaffen - eine gefährliche Reise, nicht zuletzt auch für den Undercover-Cop, dessen Vorgesetzte inzwischen schon vermuten, er könnte die Seiten gewechselt haben. Hört sich gar nicht so schlecht an, oder? Ist es aber leider, denn nach einem halbwegs vielversprechenden Auftakt hat der Film nur noch wenige, überwiegend unspektakuläre Action-Szenen zu bieten. Negative Höhepunkte: ein äußerst unbefriedigend umgesetzter Angriff mongolischer Reiter auf den (sichtlich im Schneckentempo fahrenden) LKW und ein den LKW verfolgender Hubschrauber, der so schlecht und wackelig in die Szene eingefügt ist, daß es einem die Schuhe auszieht. Auffällig und für einen HK-Film dieser trotz allem doch gehobeneren Preisklasse besonders enttäuschend ist die phantasielose Kamera, die sämtliche Szenen in langeweiliger Fernsehästhetik einfängt. Der Film ist eines von mehreren Werken, die mit Blick auf den internationalen Markt produziert und von Media Asia vetrieben werden. Offensichtlich ist dabei - zumindest in diesem Fall - eine Menge vom hongkong-typischen Stil verlorengegangen. Action zum abgewöhnen! (HK 1997)
* THERE IS A SECRET IN MY SOUP: Cat.III-Schocker mal wieder nach einer wahren Begebenheit:
eine hochverschuldete junge Frau wird vom Gläubiger, dessen sexuell leicht entglittenem und
gewaltvernarrtem Helfer, seiner ebenso gearteter Freundin und der Bekannten, die sie in den ganzen
Schlamassel gebracht hat tagelang übelst missbraucht, bis sie schließlich stirbt.
Cop Michael Wong findet bereits zu Anfang die Überbleibsel und darf dann ganz nach bewährter
"Untold Story"-Manier die ebenfalls bereits zu Anfang verhafteten Verdächtigen verhören.
Abscheuliche Sadismen wechseln sich allenfalls mit den (zu) langen Sexeinlagen eines "Pärchens" ab
und geben dem Ganzen einen noch abstoßenderen Beigeschmack. Die eingestreuten "Ermittlungen" von
Michael Wong haben allenfalls Alibi-Charakter. Nur empfehlenswert für jemanden, der sich mal (wieder)
in filmischen Abgründen suhlen will. Demjenigen würde dann vermutlich noch störend auffallen,
dass der Film sehr schwach endet und eine Art Puppe auf dem Sofa im Wohnzimmer der Täter permanent
durch Verpixelung unkenntlich gemacht ist. Da die Puppe am Haupthandlungsort liegt, hat man - zumindest auf der HK-DVD -
in einem Viertel des Films mal mehr, mal weniger Zensurpixel an irgendeiner Stelle des Bildes, was ziemlich nervt.
Die HK-Fassung ist geschnitten, aber trotzdem überaus derb. (HK 2001)
* THIRTEEN COLD BLOODED EAGLES: Im Remake des "Cold Blooded Avenging Eagle" geht
es wieder um einen Kung Fu Meister, der seine Schüler für böse Taten mißbraucht, bis
es einigen zu viel wird. Temporeiche Martial Arts-Action mit Michelle Yeoh.. (1992)
| * THIRD FULL MOON, THE: Ein mysteriöser Mörder hält einen Cop, dessen
Frau und einen Ex-Kollegen in Atem. Eine Mischung aus Thriller und klamaukhaftem
Buddy-Movie und tragischer (Fantasy-)Lovestory - im HK-Kino ist zwar jede Mixtur denkbar,
doch in diesem Fall wäre etwas mehr Gefühl für die essentiellen Aspekte dieser
Geschichte doch wünschenswert gewesen. Denoch nicht uninteressant. Mit Lau Ching-Wan und
Yu Rong Guang. |
* THUNDERING MANTIS (Donnerfaust und Tigerkralle): Ein durchschnittlicher Eastern um einen
Mann und dessen Sohn, die nach der Ermordung ihres Lehrmeisters zum Gegenschlag ausholen.
Weitgehend humorvoll mündet das Ganze in einem brutalen Schlußkampf.
| * THUNDERBOLT: Nachdem mit Jackie Chans Hilfe ein rennfahrender Schurke
gefaßt werden konnte, sinnt dieser auf Rache, was Jackie als stolzer Besitzer
einer Autowerkstatt bald zu spüren bekommt. Unterstützung bekommt er jedoch von einer
Reporterin (Antia Yuen) und einem Cop (Michael Wong). Deutlich weniger Klamauk, einige
rasante und mitunter fü Jackie Chan ungewöhnlich brutale Actioneinlagen und einige
flotte, mitunter aber auch dank Zeitraffer leider recht lächerlich wirkende Autorennen
bilden die Zutaten dieses etwas Jackie Chan-untypischen, aber denoch gut unterhaltenden
Action-Films. (1995) |
* TIAN DI (Hard Game 2): Ein aus Nanking nach Shanghai geschickter Polizeioberst (Andy
Lau) erklärt dem dortigen Drogenhandel den Krieg. Da die Verflechtungen bis in die
obersten Etagen reichen, aduert es nicht lange, bis er erkennen muß, (fast) alleine in
einem scheinbar aussichtslosen Kampf dazustehen. In aufwendigen Dekors inszeniertes
Action-Drama mit einigen bitteren Momenten und - vor allem in der zweiten Hälfte -
leichenreichen Auseinandersetzungen. Die deutsche Fassung ist an mehreren Stellen
gekürtzt, die HK-Fassung in einer Szene. (1994)
* TIGER CAGE (Ultra Force 4): Der Kampf gegen ein Drogensyndikat offenbart den
ermittelnden Polizisten nach und nach, daß auch Leute aus den eigenen Reihen ihre Hände
im Spiel haben. Harte Action mit Donnie Yen, Jackie Cheung und Simon Yam. Die deutsche
Fassung ist geschnitten. (1988)
* TIGER CAGE 2 (Full Contact): Harte, teils aber auch humorvolle Cop-on-the-run-Action, in
derem Mittelpunkt ein verlorener Koffer mit Diebesgut steht. Um den Kämpfen unter anderem
Donnie Yen, Rosamund Kwan und Cynthia Khan. Die deutsche Fassung ist leicht geschnitten.
(1990)
* TIGER CAGE 3 (Tiger Cage): Ein von Gangstern entstellter Cop setzt als Totgeglaubter die
Ermittlungen fort. Und die werden in HK bekanntlich mit Händen, Füßen & Pistolen
geführt. Harte Cop-Action, die deutsche Fassung ist geschnitten. (1992)
* TIGER ON THE BEAT (Born Hero 2): Chow Yun-Fat und Conan Lee als Cops im Kampf gegen ein
Drogensyndikat. Eine äußerst unterhaltsame Mischung aus Comedy und harter Action. Mit Ti
Lung. Die deutsche Videofassung ist natürlich geschnitten.(1988)
* TIGER ON THE BEAT 2: Danny Lee und Conan Lee bilden diesmal das Cop-Duo, das in arge
Schwierigkeiten gerät, als es sich auf die Suche nach einer Chinesin macht. Ein solider
Krimi mit einigen wirklich guten (und nicht immer gelungenen) Stunts. (1990)
* TIGERS, THE: Eine Gruppe Cops lassen bei einer Festnahme sichergestelltes Geld in eigene
Taschen verschwinden und setzen so eine fatale Spirale aus Erpressung und Mord in Gang.
Starbesetztes (u.a. Andy Lau & Tony Leung Chiu Wai) Krimi-Drama mit spannender
Geschichte. (1990)
TIME AND TIDE (Time and Tide): Der junge Tyler sollte sich seine Bekanntschaften besser
aussuchen: Erst schwängert er im gemeinsamen Totalsuff eine Polizistin, die schon am nächsten Morgen
nur noch wenig Gegenliebe für ihn zeigt. Als er später in letzter Sekunde ein Attentat verhindert und
dabei einen gewissen Jack und seine schwangere Frau kennenlernt, gerät er bald auch an dessen wenig sympathischen
Freundeskreis, mit dem der Ex-Söldner gerade im Clinch liegt. Klingt etwas konfus, tatsächlich aber bietet
Tsui Hark hier wieder eine unglaublich rasante Achterbahnfahrt, die mit einer skurrilen Aussenseiterstory in neogetränkten
Bilder à la Wong Kar Wai beginnt, in der dann aber bald rasante Thrill- und Actionsequenzen dominieren. Top-Unterhaltungskino
made in Hongkong, ausnahmsweise auch einmal auf Anhieb (Columbia sei dank) in Deutschland uncut und wahlweise mit O-Ton ordentlich veröffentlicht.
(HK 2000)
* TIME SLIP (Time Slip - Tag der Apokalypse): Durch einen Zeittunnel gerät eine
japanische Militäreineinheit geradewegs in die mittelalterlichen Shogunkriege und macht
das, was im als Vorbild dienenden "Last Countdown" keiner wagte: sie mischt
kräftig mit. Gut unterhaltender Actionfilm mit spektakulären Massenszenen. Die deutsche
Videofassung scheint zumindest inhaltlich etwas gekürtzt. (1980)
* TO BE NUMBER 1: Wieder einmal träumt ein Kleingangster von der großen Triaden-Karriere
und muß, an der Spitze angekommen, bald Bekanntschaft mit den unangenehmen Seiten seiner
Errungenschaft Bekanntschaft schließen. Recht ansehnlicher Gang-Film im Stil der
"Young and Dangerous"-Serie. Die Nebenrollen sind mit Simon Yam, Chan Wai Man,
Danny Lee und Wu Ma prominent besetzt. (1996)
* TO LIVE AND & DIE IN TSIMSHATSUI: Ein in die Triadenwelt eingetauchter
Undercover-Cop (Jackie Cheung) und sein Partner (Tony Leung Kar-Fai) geraten im Laufe der
Ermittlungen immer mehr in Gewissenskonflikte und schließlich in Lebensgefahr. Trotz
guter Besetzung und einigen gelungenen Momenten aufgrund mangelnden Tempos und wenig
packender Action nur durchschnittlich. (1994)
* TOUGH BEAUTY AND THE SLOPPY STOP: Die Spur einer Verbrecherbande unter der Führung von
Waise Lee führt eine chinesische Polizistin (Cynthia Kahn) auf die Philippinen, wo sie
gemeinsam mit einem HK-Undercover-Cop (Yuen Biao), der mehr an ihr als am Fall
interessiert scheint, den Schurken das Handwerk legen soll. Ein B-Picture wie aus den
80ern (z.B. "In the Line of Duty) mit erstaunlich populärer Besetzung, das trotz
einer eher heiteren Grundstimmung dank zahlreicher Prügeleien und Schiessereien auch
Berge von Leichen bietet. (1995)
* TRAGIC FANTASY - TIGER OF WANCHAI: Unter der Führung ihres mitunter recht
gewalttätigen Bosses (Simon Yam) steigt eine Gruppe Kleinkrimineller zur einer in der
Triadenwelt bald respektierten aber auch gehaßten Großgang auf. Nach einem authentischen
Fall gut inszeniertes Gangsterdrama mit einigen harten Momenten. (1994).
* TRAGIC HERO (China White 2): Die Rivalitäten eines Gangsterbosses (Chow Yun-Fat) mit
seinem ehemaligen Schützling (Alex Man) laufen auf ein blutiges Ende hinaus. Die
Fortsetzung von "RICH & FAMOUS" ist ein gegenüber dem Vorgänger deutlich
intensiveres, düsteres Gangsterdrama mit Starbesetzung (u.a. Andy Lau.& Danny Lee),
sollte aber mit diesem zusammen goutiert werden, da die Charaktere und Geschehnisse direkt
an Teil 1 anknüpfen. Die deutsche Videofassung ist natürlich gekürtzt. (1987)
* TREASURE HUNTERS, THE: Fu Sheng u.a. streiten sich in diesem lustig gedachten Eastern um
einen Goldschatz. Ein durchschnittliches, vor allem in englischer Synkronisation recht
dürftiges Vergnügen.
* TRIADS - THE INSIDE STORY: Chow Yun-Fat übernimmt wiederwillig die im als
"Erbe" übertragene Führungsposition in einer Triade, will er doch im Grunde
mit diesen Machenschaften nichts zutun haben. Ein gut gemachter, etwas differenzierterer
Einblick in die Funktionsweise der Welt von Hongkongs geheimen "Herrschern".
* TRICKY BRAINS: Steven Chow ist Experte darin, andere Leute in den Wahnsinn zu treiben.
Mit Shing Fui-On macht der das bereits in den ersten 5 Minuten des Films. Dann wird er auf
Andy Lau angesetzt, den Waise Lee gerne seine Position in der Firma verlieren sehen
möchte. Startschuß für weiteren Nonstop-Schwachsinn, wie ihn Fans des populären
Komikers lieben. Chingmy Yau und Rosamund Kwan runden das Vergnügen visuell ab. (1991)
* TRIOLOGY OF LUST: Ein gescheiterter Medizinstudent kauft sich eine Frau vom Festland,
die er mittels praktischer Anschaungsübungen mit diversen Prostituierten in der
Befriedigung seiner Wünsche schulen will. Diese zeigt sich jedoch bald an einem anderen
Mann interessiert. Cat.III goes Hardcore in dieser wüsten Groschenheft-Mischung aus Sex
und Gewalt. (1995)
* TRUE COLORS: Ein Gangster (Ti Lung) trifft nach Jahren auf seinen inzwischen als Pfarrer
für schwer erziehbare Jugendliche tätigen Partner, der in auf den rechten Weg bringen
will . Als er aber erfährt, dass seine Jugendliebe (Brigitte Lin) inziwschen die Frau
eines brutalen Gangsterbosses ist, nehmen die Dinge ihren Lauf. Gut gespieltes
Gangsterdrama von Kirk Wong. (1986)
*TRUE HERO: Nachdem er die Ermordung seiner Zielperson der Rettung eines vollbesetzen
Schulbusses vorgezogen hatte, versucht sich ein von Gewissensbissen geplagter Killer
(Simon Yam) in einer neuen Rolle, nämlich als Lehrer an einer Schule mit jeder Menge
schwer erziehbaren Jugendlichen. Doch seine Freundin (Anita Yuen), die ihn noch als den
harten Mann aus alten Tagen sehen möchte sowie einige Möchtegern-Jugend-Gangster sind
seinem Wandel nicht gerade förderlich. Wieder einmal eine merkwürdige Mischung: ein vor
allem gegen Ende aufdringlich moralisches Drama à la "Dangerous Minds"(da gibt
es einige Parallelen und doch, diesmal war "True Hero" zuerst da!) trifft das
Bloodshed-Genre. Wen die Mixtur nicht stört, den erwartet aber an für sich recht gute
Unterhaltung. (1994)
* TRUE MOB STORY, A: Als bei einer blutigen Auseinandersetzung seine Frau ums
Leben kommt, beschließt Kleingangster Andy Lau seinem Sohn zu Liebe, den
Triadentätigkeiten den tätowierten Rücken zu kehren. Doch das ist leichter
gesagt als getan. In seiner Gutgläbigkeit hat er nämlich nicht nur den Gangsterkollegen zu Liebe
seine Unterschrift unter den Vertrag einer dubiosen, unter Polizeibeobachtung stehenden VCD-Firma
gesetzt, nein, Anklagen auf Körperverletzung warten noch darauf, geklärt zu werden
und ein von ihm einst zum Krüppel geschlagener Krimineller sinnt nach der Entlassung
auf Rache. Selbst in punkto Liebe geraten die Dinge außer Kontrolle und ... und ... und ...
'A True Mob Story' hat viel zu erzählen, manchmal vielleicht sogar ein wenig zuviel. Zuerst
einmal bedeutet der Film natürlich die von vielen heißersehnte Rückkehr Andy Lau's
zu seiner klassischen Rolle des kleinen Verlierers aus 'Moment of Romance'. 'A True Mob Story'
versucht hier aber nicht, einfach zu kopieren, sondern weiter zu entwickeln: die Welt ist nicht mehr
auf das Triadentum reduziert, Andy Lau ist Vater, hat Verantwortungsgefühl, es gibt Polizei, Gesetze und
ein Gericht - auch wenn das Alles am Ausgang der Geschichte wenig zu ändern vermag. Die Dinge sind komplexer
und komplizierter geworden, weshalb 'A True Mob Story' mit fast 2 Stunden für einen solchen HK-Film auch
recht lang geraten ist. Lang wohlgemerkt, aber eigentlich kaum langweilig. Von den etwas steril und wenig
aufregend wirkenden Gerichtszenen abgesehen, bietet der Film ein rauhes und mitunter sehr brutales Bild
der Straßen Hongkongs, in denen ein Verlierer sich trotz aller Mühen immer tiefer in eine ausweglose
Situation hineinreitet. Eine absolut ernst gemeinte Produktion von Wong Jing und trotz kleiner Schwächen
für Freunde des HK-Gangster-Kinos absolut empfehlenswert! (HK 1998)
* TWIN DRAGONS (Twin Dragons): Zwei als Kleinkinder getrennte Brüder, von denen der eine
inzwischen als Cop, der andere als Dirigent arbeitet geraten dank zahlreicher
Verwechslungen in einen gefährlichen Clinch mit einer Gangsterbande. Aufwendige und
temporeiche Mischung aus Nonsens und Action. Tsui Hark & Ringo Lam inszenierten die
"Double Impact" -Variante mit Jackie Chan und Maggie Cheung. (1991)
* TWINKLE TWINKLE LUCKY STARS (Tokyo Powerman): Die aus "My Lucky Stars"
bekannte Truppe schreiten erneut zur Tat, als eine Gruppe Killer einen HK-Drogenboss
ermorden will. Von einigen harten Momenten durchsetzte Slapstick-Action, starbesetzt mit
den noch jugendlichen Gesichtern von Jackie Chan, Samo Hung, Yuen Biao, Andy Lau &
Rosamund Kwan. (1985)
* 2000 AD: Ein Computer(spiele)freak wird durch seinen Bruder in einen internationalen Spionagekrieg
verwickelt, bei dem es um die Bomben der Zukunft - Computerviren - geht. Eine sehr dünne Geschichte,
die trotzdem lange braucht, um in Gang zu kommen und Actionfreunde wenigstens halbwegs zu unterhalten. Schwerfällig
auch die Inszenierung: via Schnitttechnick solll hier ein futuristischer Look geschaffen werden, der vage an die "Matrix" angelehnt
ist, nur allzu oft aber in direktem Kontrast zu den banalen Vorgängen und den dürftigen Dialogen steht. Was bleibt, sind
einige recht cool und hart erscheinende Schießereien, ein enttäschendes Finale und viel Leerlauf - für Regisseur Gordon Chan definitiv unter Niveau.
Die Szene, in der die Bösen testweise das zerstörerische Programm einsetzen um dann im Nachhinein
festzustellen, daß sie noch gar ein Kontrollprogramm zum Beherrschen des angerichteten Chaos haben, ist
charakteristisch für das gesammte Werk. Hier hatte wohl jemand eine Idee und vielleicht sogar bereits ein paar
Szenen im Kopf, aber der Film war irgendwie schon fertig, bevor sich jemand näher damit befassen konnte ... Mit Aaron Kwok, Francis Ng (HK 2000)