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* WAR OF THE UNDERWORLD: Bei der Recherche für einen Beitrag über die Triaden lernt Reporterin
Carmen Lee den sagenumworbenen Sohn (Tony Leung Chiu-Wai) des Oberhauptes kennen, der sich seit Jahren
zurückgezogen hatte und auch mit seinem Vater noch nicht im Reinen ist. Als der Bruder der Reporterin jedoch immer
tiefer in interne Auseinandersetzungen der ehrenwerten Gesellschaft gezogen wird, muß der Heimgekehrte, für den
die Reporterin inzwischen weit mehr als nur berufliches Interesse empfindet, wieder zu seinem gefürchteten Messer greifen ...
Stilistisch und inhaltlich ist "War of the Underworld klar an der "Young & Dangerous"-Reihe und seinen schier unendlichen Rip-Offs orientiert und
bietet neben einer interessanten Besetzung viele dramatische und in der zweiten Hälfte auch recht blutige Momente.
Trotzdem gehört der Film leider zu den mißlungeneren Vertretern des (Sub-)Genres, bei dem entscheidende Momente immer wieder unter der
schlechten Umsetzung leiden, nicht angemessen ausgespielt oder aber zu lange breitgetreten werden. Schade, denn das Potential wäre vorhanden, weshalb
Freunde von "Young & Dangerous" & Co trotzdem einen Blick riskieren können. Die HK-Fassung ist vermutlich leicht gekürzt. (HK 1996)
* WARRIOR'S TRAGEDY, A: Die Reihen diverser in ein Schloß geladener Schwertkämpfer
lichten sich zunehmend, da es sich ein Unbekannter wohl zum Ziel gemacht hat, der Beste
seiner Zunft zu werden. Nicht außergewöhnlich, aber nicht zuletzt dank Ti Lung und einer
in etwas anderem Gewand präsentierten Story doch ein recht unterhaltsamer Eastern neueren
Datums. Seltsamer Weise beinhaltet die DVD im Vergleich zur alten Golden Cinema City-Kassette
völlig unterschiedliche Szenen, so daß man mitunter meint, zwei unterschiedliche
Filme/Teile zu sehen, die beide für sich betrachtet eher Mittelmaß darstellen.
(HK 1993)
* WE'RE GOING TO EAT YOU (Wir kommen und werden euch fressen/Kung Fu Kannibalen): Ein
Polizeimeister entdeckt ein Dorf, in dem die Einwohner Durchreisende zum Fressen gern
haben. Trotz gewisser Zugeständnisse an die dahmalige Horrorwelle ein überwiegend
humorvolles, temporeiches Frühwerk von Tsui Hark. Die deutsche Videofassung ist geschnitten.
(1980)
* WHAT PRICE SURVIVAL?: In einer karg düsteren Winterlandschaft angesiedeltes
Schwertkampfepos, bei dem sich unter anderem David Chaing und Damian Lau die Klinge geben.
Visuell beeindruckend aber allein schon aufgrund seiner Stimmung keine leichtverdauliche
Actionware "Made in Hongkong". Zittern um den Ausgang der Geschichte muß -
nebem dem Zuschauer - noch Christy Chung. (1994)
* WHEN FORTUNE SMILES: Um ein Testament ihren Wünschen entsprechend ausfallen zu lassen,
versuchen sich die Rivalen Shing Fui-On und Anthony Wong in diversen Mogeleien: Während
Steven Chow das Testament für ersteren einfach stehlen soll sich Sandra Ng im Auftrag
Wongs bei der Familie gar als falsche Verwandte ausgeben. Auftakt für eine Steven
Chow-typische chaotische Komödie, die vielleicht nicht zu den besten des Stars gehört,
aber Freunde dieses Humors sicherlich gut unterhält. (1990)
* WHERE A GOOD MAN GOES: Frisch aus dem Gefängnis entlassen, muß ein Gangster
mit Neigung zu Aggressionsausbrüchen (Lau Ching Wan) feststellen, daß ihm von seinen
alten Gefolgsleuten nur noch wenig Respekt entgegengebracht wird und ein übereifriger Inspektor
(Ruby Wong) nur darauf bedacht ist, ihn erneut hinter Gitter zu bringen oder gleich ganz schachmatt
zu setzen. Einzig in einem kleinen Hotel, dessen Besitzerin und ihr kleiner Sohn auch schon bessere Zeiten erlebt haben,
fült er sich halbwegs geborgen. Doch auch diese Menschen droht er durch seine Art ins Unglück zu ziehen ...
Nach A HERO NEVER DIES kommt diese Zusammenarbeit von Regisseur Jonny To und Hauptdarsteller Lau Ching Wan eher
ruhig daher und dürfte reine Actionfans enttäuschen. Dabei ist dank seiner guten Darsteller und der ordentlichen
Inszenierung auch dieses weniger spektakuläre Gangsterdrama durchaus sehenswert. (HK 1999)
* WHO AM I? (Jackie Chan ist Nobody): Eine High-Tech-Spezialeinheit entführt in Afrika drei Wissenschaftler, die - wie eine
Mini- Atomexplosion gleich zu Anfang eindrucksvoll zeigt - eine Materie von
außergewöhnlichem Energiegehalt entdeckt haben. Zeitsprung: ein gewisser Jackie Chan
findet sich als offensichtlich einziger Überlebender der Einheit bei einem afrikanischen
Stamm wieder. Erinnern kann sich der anfangs Schwerverletzte an nichts mehr, nicht mal
mehr an seine Identität. Da er sich nun dauernd fragt "Who am I?", geben die
Eingeborenen ihm (und die Produzenten dem Film) diesen Namen. Jackie, bald vollwertiges
Stammesmitglied, möchte die Gegend trotz aller Freundlichkeit der Einwohner natürlich
baldmöglichst verlassen, was ihm dank einer durch das Stammesgebiet führenden Ralley
schließlich auch gelingt. Doch in der 'Zivilisation' sind einige Herrschaften mit dem
Auftauchen des Verschollenen gar nicht einverstanden und die Probleme fangen erst richtig
an...
Während es ja unter den Hongkong-Fans auch einige Jackie Chan-Hasser geben soll, zähle
ich mich eher zu den fanatischen Anhängern. Nicht nur haben mir seine letzten Filme
allesamt immer viel Spaß bereitet, egal, ob es eher ernster (wie in 'Crime Story' oder
'Thunderbolt') oder - wie meist - recht humorvoll zur Sache geht (selbst an der deutschen
Kalauersynchronisation habe ich über die Jahre einen gewissen Gefallen gefunden).
"Who am I?" ist nun tatsächlich der erste neuere Chan-Film, der mich
enttäuscht- so schwer mir das festzustellen als sein Fan (und jemand der gerade recht
viel für eine DVD ausgegeben hat) fällt. Dabei fängt der Film mit der aufwendigen
Entführung der Wissenschaftler noch äußerst explosiv, temporeich und vielversprechend
an. Der dann folgende Part bei den Afrikanern ist im Grunde auch nicht so übel - nur
passiert einfach wenig, was die Geschichte vorantreibt oder für später noch einmal von
Bedeutung wäre. Wenn sich Jackie dann nach einer knappen Stunde wieder in moderneren
Gefilden rumtreibt, werden zwar langsam wieder Chan-typische Action-Szenen geboten, die
aber allesamt mit den spektakulären Momenten seiner letzten Filme in Punkto Tempo und
Originalität nicht mithalten können. Bemerkenswert ist da eigentlich nur sein
Herunterlaufen einer schrägen Hausfassade und ein ausgedehnter Final-Kampf mit zwei
wendigen Gegnern auf dem Dach eines Hauses - aber auch da war z.B. "Drunken Master
2" noch um einiges packender.
Sicher, Jackie wird dem Publikum nicht ewig halsbrecherische Stunts im Akkord bieten
können und der Versuch, etwas Neues zu bieten, sollte auch gewürdigt werden. "Who
am I?" ist in jeder Szene sichtbar aufwendig produziert, bietet ungewöhnliche
Schauplätze (Afrika & Holland) und mit der Entdeckung der explosiven Materie eine
Bond-taugliche Ausgangssituation. Doch für seichte Actionkost besitzt Jackie diesmal
einfach nicht die nötige Selbstironie, für einen ernstzunehmenden Thriller schlägt der
Film insgesamt einen zu seichten Ton an. Und was nützt beispielsweise ein Finale, bei dem
der Oberschurke durch eine Unmenge von Polizei und Militär-Einheiten (man könnte meinen,
es wären mehr als im neuen "Godzilla" auftauchen) eingekesselt wird, wenn da
eine kleine, weit weniger teure, 'richtige' Actionszene viel unterhaltsamer gewesen wäre.
Aufwand ist eben nicht gleich Unterhaltung und ersetzt auch keine Ideen. Es ist im
Übrigen auffallend, daß die letzten Jackie Chan-Produktionen "Rumble in the
Bronx"(ok, hier hatte er sich wirklich was gebrochen), "Thunderbolt" und
"Mr Nice Guy" als Finale immer sehr aufwendige Szenen, nie aber
Martial-Arts-Kämpfe zu bieten hatten. "First Strike" ist mit einer Kombination
aus beidem im Unterwasser-Finale die einzige Ausnahme.
Abschließend kann man sagen, daß "Who am I?" Fans des Stars zwar in der
zweiten Hälfte die nötigen Standarts liefert, um der ganz großen Enttäschung zu
entgehen, trotzdem aber weit hinter den Möglichkeiten bleibt. Aber vielleicht war Jackie
ja nach dem Non-Stop-Actioner "Mr Nice Guy" auch einfach etwas müde. Ach ja,
"Who am I?" dauert im Original 2 Stunden. Sollte der Film einen Kinoeinsatz in
den USA bekommen, darf man davon ausgehen, daß - wie bei "First Strike" - ca.
ein Drittel der Zeit beim Nachschnitt auf der Strecke bleibt. Ob sich das dann gut oder
schlecht auswirkt, bleibt abzuwarten. Bei "First Strike" sind da jede Menge gute
Sachen verloren gegangen, aber soviele gibt es diesmal ja leider nicht. In Deutschland jedenfalls
ist der Film in voller Länge im Kino zu sehen gewesen. (HK 1998)
* WILL OF IRON: Jackie Cheung bereitet als immer tiefer in Schulden sinkender
Drogenabhängiger nicht nur seiner Freundin, sondern auch seinem Freund und Zulieferer
Michael Wong große Sorgen. Der möchte nähmlich unbedingt verhindern, daß seine
Herzdame (Maggie Cheung) hinter seine dunklen Geschäfte kommt. Ein nüchtern erzähltes
Drama mit brutalem Mord- und Totschlag-Finale. (1990)
| * WING CHUNG (Wing Chung): Michelle Yeoh in der Rolle eine historischen
Heldin, der diverse Männer (u.a. auch Donnie Yen und Waise Lee) zu Füßen liegen. Eine
wenig aufregende, weitgehend gewaltfreie Story, die immerhin einige temporeiche, aber in
diesem Genre zum Standart gehörende Kämpfe bietet. Genrefans sei der um Längen besser
"Tai Chi Master" empfohlen, in der Michelle Yeoh an der Seite von Jet Li zu
sehen ist. (1994) |
* WIDOW WARRIORS: Eine Gruppe von Gangsterfrauen (u.a. Elisabeth Lee) rächt, durch die
Umstände vereint, den Tod ihrer ermordeten Männer. Eine anfangs etwas zäher,
letztendlich aber doch gelungene Variante typischer Triadendramen mit harten
Actioneinlagen. (1989)
* WILD COUPLE: Gangster Roy Cheung zieht mit Freundin und einem Kumpel als moderner Outlaw
durchs Land, dicht gefolgt von der Polizei und einen paar Kriminellen, die sie zuvor
übers Ohr gehauen haben. Als sich herausstellt, daß ein zufällig als Geisel genommenes
kleines Mädchen reiche Eltern zu haben scheint, versuchen die Drei, die Eltern zu
erpressen. Viel Geballer ohne Treffer, ein paar Kloppereien und vor allem zwei zwei
Hauptcharaktere, bei denen man nicht weiß, ob man sie nun mögen oder haßen
soll, sind die Zutaten dieses wenig aufregenden Filmchens. (1994)
* WILD SEARCH: Ein Polizist (Chow Yun-Fat) verliebt sich in ein Mädchen vom Lande, das
die Tochter ihrer ermordeten Schwester bei sich aufgenommen hat. Da das Kind die einzige
Zeugin eines Verbrechens war, geraten bald alle in Gefahr. Von Ringo Lam solide, wenn auch
nicht außergewöhnlich inszenierte Variante von "Witness".(1988)
* WINNERS & SINNERS (Winners & Sinners): Einige unter der Obhut Samo Hungs als
Reinigungskräfte arbeitende Freunde geraten versehentlich in die Angelegenheiten einer
Gangsterbande. Hilfe naht nicht nur duch den etwas ungeschcikten Inspektor (Jackie) Chan),
sondern auch die Gruppe selbst kann sich durchaus wehren. Liebenswert naive Komödie mit
guten Actioneinlagen. (1983)
WITH OR WITHOUT YOU: Nachtclub-Hostess Rosamund Kwan zwischen Proll Gangster
Jackie Cheung und Cop Leon Lai. Der Heroic Bloodshed-Film bietet einige stimmungsvolle
Momente in dieser Dreieckskonstellation, reißt einen aber nicht vollends mit und bietet
insgesamt in jeder Hinsicht allenfalls Mittelmaß. (HK 1992)
* WIZARD OF DARKNESS: An einer japanischen Schule sucht eine unheimliche Sekte die letzten
Opfer für ein teuflisches Ritual. Eine Schülerin mit übernatürlichen Fähigkeiten
scheint die letzte Hoffnung für eine in der Schule eingesperrte Schülergruppe. Recht
ordentlich inszeniert, wenn auch längst nicht so spektakulär, wie oft behauptet wird,
zumal die meisten Morde im Off geschehen. (J 1995)
* WOMEN BEHIND, THE: Als eine ansehnliche Frau dahinter kommt, daß ihr Eheman auf seinen
Geschäftsreisen in China den Verlockungen einer jungen Frau nicht hatte wiederstehen
können, versucht sie sich erst einmal in einer Dreierbeziehung, rastet aber schließlich
doch noch messerschwingend aus. Eine HK-typische Variante von "Threesome"
könnte man sagen - allerdings ohne einen vergleichbaren Unterhaltungswert. Denn das Ganze
ist eher zahm inszeniert und wenn zum Schluß dann einiges Blut fließt, ist eh schon
keiner mehr wach. (1995)
* WOMEN PRISON 1991 (aka. COMMANDO FURY): In einem Frauengefangenenlager werden die Insassinen zahlreichen Qualen ausgesetzt, da die Gefängnisleitung um jeden Preis in den Besitz eines Mikrofilms gelangen will. Einer Gruppe von Insassinen gelingt schließlich die Flucht, worauf es zu einer verlustreichen Hetzjagd kommt. Exploitation-Film aus einer der unteren Schubladen, bei dem es den Betrachter nicht einmal sonderlich wundert, wenn die Gruppe fliehender Frauen plötzlich von den pelzigen Tentakeln eines Dschungelbaums angegriffen wird. Abgesehen von diesem kleinen Ausfall ins Phantastische hält sich der billig inszenierte Film aber ganz an irdische Phänomene wie Folter, Vergewaltigung, Mord und Totschlag. Dies wird aber trotz kleinerer Zensureingriffe in solchen Mengen geboten, daß man sich schon fast des Betrachtens schämen muß. Wer's billig und fies mag ... (HK 1991)
* WOMEN'S PRISON: Brutale Aufseherinnen und böswillige Mitgefangene machen einer jungen
Frau den Gefängnisaltag zur Hölle. Ein überwiegend packendes Gefängnisdrama, daß
trotz einiger Härten nicht zu den spekulativen Dusch- und Folterwerken des
Expoitations-Films zu zählen ist. Die HK-Fassung ist etwas gekürzt. (1988)
* WONDER SEVEN (Phantom Seven): Eine Gruppe von 7 Elitepolizisten (u.a. Michelle Yeoh und
Kent Cheng) räumt mit zahlreichen Gangstern und einem Oberschurken mächtig auf.
Standartunterhaltung mit guten Actionszenen und einem wirklich explosiven Finale. Die
deutsche Video-Fassung ist leider recht stark geschnitten. (1994)
* WRATH OF SILENCE, THE: Ein Triebtäter vergreift sich an einem behinderten Mädchen,
dessen psychisch labile Schwester (Anita Yuen) daraufhin ihren Psychater der Tat
verdächtigt. Doch der wahre Übeltäter treibt sein Spielchen weiter. Nach einem recht
interessanten Anfang setzt der vergleichsweise zurückhaltende Thriller seine Geschichte
leider ohne große Spannung fort. Erst das Finale kann wieder überzeugen. (1994)